Mahn- und Gedenkstätte KZ-Außenlager Buchenwald

In der Zeit vom 06. April 1944 bis zum 29. Januar 1945 existierte im damaligen
Reichsbahnausbesserungswerk Schwerte - Ost eine Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald.
Die baulichen Überreste des Außenlagers wurden im Jahr 1985 unter Denkmalschutz gestellt. Auf einer unbebauten Teilfläche des ehemaligen Außenlagers in der Größe von 650 Quadratmetern wurde 1989 auf Initiative des städtischen Kulturamtes eine Gedenkstätte errichtet. Für die künstlerische Gestaltung der Gedenkstätte konnte der Bildhauer Horst Wegener gewonnen werden.

Seit 1989 finden alljährlich auf diesem Gelände Gedenkfeiern (08. Mai bzw. Karfreitag) statt, zu denen seit dem Jahr 1995 auch Mitglieder des Verbandes der Zwangs- und Arbeitsdeportierten Frankreichs  kommen, unter ihnen auch ehemalige französische Insassen  des Schwerter Außenlagers.
Literatur zur Geschichte des KZ - Außenlagers Buchenwald in Schwerte - Ost finden Sie unter dem Menü “Publikationen”.

Adresse der Gedenkstätte:
ehem. Eisenbahnausbesserungswerk
Emil - Rohrmann - Straße
58239 Schwerte

 

Gedenkstätte Synagoge Schwerte

Nach umfangreichen Umbauarbeiten wurde am 1. September 1854 das ehemalige Wohnhaus Große Marktstraße 9 zu einer Synagoge umgewidmet.  Im Jahr 1928 fand auf der Basis eines Entwurfs des Schwerter Architekten BDA Carl H.J. Schmitz ein Umbau der Synagoge statt. Nach dem Brandanschlag am 9. November 1938 wurde das Gebäude nie wieder als Synagoge genutzt. Seit dem Jahr 1983 stehen nur noch die Grundmauern des Gebäudes.

Im Jahr 1993 wurde ein bundesweiter Wettbewerb zur Errichtung einer Denkstätte auf dem Gelände der ehemaligen Synagoge Schwerte ausgeschrieben. Aus über 300 Wettbewerbsarbeiten wählte eine hochkarätig besetzte Jury den Entwurf von Klaus Martin und Andreas Madlowski aus Hannover zum ersten Preisträger.  Der Entwurf sah nur schlichte und einfühlsame gestalterische Veränderungen der noch verbliebenen baulichen Reste der ehemaligen Synagoge vor.
Die auf dem Fundament des Hauses angebrachte Gedenktafel enthält folgende Inschrift:

„Hier stand die Synagoge der jüdischen Gemeinde in Schwerte. Am 9.November 1938 wurde sie von Nationalsozialisten verwüstet und in Brand gesteckt.“

Ein an den Grundmauern des Hauses befestigtes Fries weist die Namen der in der NS-Zeit deportierten, ermordeten und unbekannt verschollenen jüdischen Mitbürger Schwertes auf.

Alljährlich am 9. November findet in Erinnerung an die Reichspogromnacht auf Einladung der Kirchengemeinden, von Pax Christi und den Gewerkschaften eine Gedenkfeier an der Gedenkstätte Synagoge Schwerte statt.

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