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Workshop-Gedichte

Nach Ideen der Projektteilnehmer Abdiaziz, Ayse, Ece, Hamed, Hossein, Jana, Johanna, Jwan, Laye, Mohamad, Mustaja, Nils und Sohiel

Aufgeschrieben von Thorsten Trelenberg




Die Sprache unserer Wünsche

Du fragst nach der Sprache unserer Wünsche
Frag lieber nach den Sprachen unserer Wünsche
Frag nach dem vielleicht
Frag nicht nach gestern
Frag nach morgen

Du fragst nach der Sprache unserer Wünsche
Frag ruhig nach unseren Wünschen
Die nicht nur Luftblasen
Die nicht nur Luftballons
Die nicht nur ein vielleicht bleiben sollen

Wieder lachen können
In Ruhe und Frieden mit den Nachbarn leben
Studium Abitur
Biologin Polizist Politiker werden
Einen Beruf finden der Spaß macht
Ein Wiedersehen mit der Familie

Du fragst nach der Sprache unserer Wünsche
Die ist vielfältig und bunt
So bunt wie das Leben




Die Farbe unserer Träume

Du fragst nach der Farbe unserer Träume
Frag lieber nicht danach
Denn manchmal kommen sie plötzlich
Und so heftig wie ein Orkan
Oder sie kommen wie schwarze Wolken
Und es stürmt in meinem Kopf
Die ganze Nacht

Du fragst nach der Farbe unserer Träume
Frag lieber nicht danach
Sondern sag mir lieber
Wie ich sie wieder loswerde
Wohin mit den Gespenstern
Wohin mit all dem Grauen
Das da tobt in mir
Die ganze Nacht

Du fragst nach der Farbe unserer Träume
Erzähl mir lieber von den Farben deiner Träume

Erzähl mir alles Stundenlang
Erzähl mir noch mehr und noch mehr und noch mehr
Dann werden aus deinen bunten Träumen
Unsere bunten Träume

Und davor
Haben meine Gespenster Angst




Die Sprache unserer Träume

Du fragst nach der Sprache unserer Träume
Dann erzählen wir dir davon

Erzählen dir von unbekannten Buchstaben
Und von den vielen Wörtern
Diesem Meer aus so vielen neuen Wörtern
– und Mutters Sprache ruht darin

Du fragst nach der Sprache unserer Träume
Dann erzählen wir dir davon

Erzählen dir von ein paar Wörtern
Die schwimmen schon davon
Aus dem Meer der vielen Sprachen der Völker
Und das Schweigen zwischen den Wörtern
Wird kleiner von Tag zu Tag

Du fragst nach der Sprache unserer Träume
Dann erzählen wir dir davon

Denn in unserer neuen Sprache
Erblühen schon die ersten Sätze

...
Warte noch eine Weile

...

Dann erzählen wir dir
In unserer gemeinsamen Sprache
Von unseren Träumen




Auf der Suche nach Orten der jungen Generation

(Filmtext mit Stadterkundungsfotos der Jugendlichen)

Kommst du mit dem Zug nach Schwerte, überquerst du den Bahnhofsvorplatz. Dann gehst du die Bahnhofsstraße hinunter und bist schon am Postplatz. Der Postplatz ist einer der zentralen Plätze. Dort fällt dir gleich eine Skulptur aus Metall ins Auge. Weiter geht es durch die Haselackstraße zum Nowy-Sacz-Park, der nach einer Partnerstadt benannt wurde

Ein paar Schritte weiter beginnt die Fußgängerzone. Dort findest du auch das Wellenbrecherhaus, wo die Schwerter Neubürger ein neues Zuhause gefunden haben. Wenige Meter nach der Fußgängerzone kommst du auf den Marktplatz. Bei schönem Wetter kann man es sich dort auf den Bänken bequem machen. Sollte es mal so richtig regnen, kann man sich in der Stadtbücherei hinsetzen und ein Buch lesen. Weiter geht es zum Bolzplatz, wo sich Jung und Alt zum Fußballspielen trifft.

Wer Interesse an der Skater-Szene hat, der hat es nicht weit zu der Halfpipe hinter der Rohrmeisterei. Dort findet man auch die Plateaus, wo man immer junge Leute antreffen kann. Wenn man einfach mal seine Ruhe haben will, bietet sich die blaue Brücke perfekt dafür an. Wer mal ganz aus der Unruhe der Stadt raus möchte, kann den Park am evangelischen Krankenhaus aufsuchen. Für den Fall, dass du an den bereits von uns vorgestellten Orten keinen Jugendlichen antriffst, sind wahrscheinlich gerade alle in der Gesamtschule Schwerte, wo ihre Köpfe schon vom fleißigen Lernen rauchen.


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